Newsarchiv
27.11.2019
Mehr Personal für psychische Gesundheit – Petition ist erfolgreich!
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_09/_24/Petition_99626.nc.html
bvvp unterstützt Petition „Mehr Personal für psychische Gesundheit“
Wir haben uns dieser Verbändeinitiative angeschlossen, um dieses wichtige Anliegen zu verbreiten. Auch wir finden, dass es dringend notwendig ist, mehr Personal zur Verfügung zu stellen und psychisch kranke Menschen auch stationär ganzheitlich versorgen zu können. Daher unser Appell: Unterzeichnen Sie unbedingt die Petition und geben Sie die Unterschriftenlisten weiter an KollegInnen, PatientInnen, Familienangehörige und alle Menschen, denen eine gute Versorgung psychisch kranker Menschen am Herzen liegt.
Sämtliche Informationen, Vorlagen (unter anderem für Briefe an den Gesundheitsminister oder Ihren Abgeordneten) und Termine finden Sie hier: www.mehr-personal.org.
bvvp im Bündnis mit 30 weiteren Verbänden und Organisationen

Am 19.09.2019 hat der G-BA seinen Beschluss über eine Erstfassung der Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik-Richtlinie vorgelegt. Mit ihr wird ab 01.01.2020 die bisherige, ca. 30 Jahre alte Psych-PV abgelöst werden. Der gesetzliche Auftrag sowie die darin gesetzte Hoffnung war, dass die Mindestvorgaben für die personelle Ausstattung psychiatrischer und neu auch psychosomatischer Einrichtungen an die qualitativ wie quantitativ gewachsenen Anforderungen an notwendige, ethisch vertretbare Behandlungserfordernisse angepasst werden. Das Ergebnis ist enttäuschend. Im Wesentlichen wurde die völlig veraltete Psych-PV weitergeführt. In der Folge haben sich über 30 Organisationen, Berufs- und Klinikverbände sowie Fachgesellschaften und Angehörigen- und Betroffenenverbände, darunter der bvvp, nun zum Bündnis „Mehr Personal und Zeit für psychische Gesundheit“ zusammengeschlossen, um die Situation an den Psychiatrien und Psychosomatischen Einrichtungen zu ändern.
Die Kernforderungen des Bündnisses finden Sie hier als PDF.
26.08.2019
100-Euro-Marke geknackt!
KBV und Kassen haben sich im Bewertungsausschuss auf den neuen Orientierungspunktwert ab 1. Januar 2020 geeinigt. Dieser steigt um 1,52% auf 10,9871 Cent. Für die Einzelsitzung werden damit 101,30 Euro erzielt! Die 25-minütigen Psychotherapeutischen Sprechstunden und Akutbehandlungen erzielen 50,76 Euro.
Lesen Sie dazu unsere Mitteilung.
23.08.2019
TI – Finanzierung
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) meldet eine Einigung mit den Krankenkassen bei der Finanzierung des Anschlusses an die Telematik Infrastruktur.
Es werde in 2019 keine Absenkung der Erstattung mehr geben. Für den Konnektor werden bis zum 31.12.2019 weiterhin 1.547,- Euro erstattet. Erst ab 1. Januar 2020 erfolgt eine Absenkung auf 1.014,- Euro.
Außerdem werde der Erstattungsbetrag für stationäre Kartenterminals ab 1. Oktober 2019 angehoben. Die Krankenkassen zahlen zukünftig 535,- Euro für ein Gerät, 100,- Euro mehr als bisher.
Die komplette Vereinbarung finden Sie hier.
21.08.2019
Die Klimakrise ist da: Warum die Unterstützung des bvvp für die Psychologists/Psychotherapists 4 future konsequent und richtig ist
Als Mitglied des psychotherapeutischen Nachwuchses habe ich es immer sehr geschätzt, einen Berufsverband in meinem Rücken zu wissen, der mich über aktuelle berufspolitische Entwicklungen informiert und der mir hilft, mir meine eigene (berufs-)politsche Meinung zu bilden.
In ihrem Blogartikel „Psychologists for future“ auf der bvvp-Homepage? – ein Widerspruch verkennt Frau Dr. med. Andrea Mann-Rentz leider, dass eine Unterstützung dieser Initiativen eben keinen Bruch mit dem therapeutischen Abstinenzgebot bedeutet – der bvvp als Berufsverband spricht mit seinen Mitgliedern und hilft bei deren politischer Meinungsbildung. Der Adressat ist in diesem Fall also eine KollegIn und nicht deren PatientIn.
Zu vielen anderen gesundheitsrelevanten Themen, wie zu Behandlungsleitlinien, der elektronischen Patientenakte, dem TSVG nimmt der bvvp eine Position ein und gibt den Mitgliedern so Möglichkeit zur Meinungsbildung.
Der Klimawandel hat und wird in Zukunft erwiesenermaßen verstärkt einen Einfluss auf die psychische Gesundheit unserer PatientInnen haben (Quelle: APA „Mental health and our changing climate“). Eben darauf wollen die Psychologists/Psychotherapists 4 Future hinweisen. Unser Gesundheitssystem, mit allen seinen BehandlerInnen, muss auf diese veränderten Behandlungsanlässe und Rahmenbedingungen vorbereitet werden. Und wer, wenn nicht mein Berufsverband, sollte (und muss) diesen Vorbereitungsprozess für mich als Mitglied anstoßen und begleiten?
Wir werden in unserer Arbeit nicht nur als TherapeutIn von unseren PatientInnen wahrgenommen, sondern auch als RepräsentantInnen unseres Berufsstandes. Wenn man mich mal wieder fragt: „Was sagst du als Psychologin eigentlich zu …“, dann möchte ich darauf vorbereitet sein, eine gute Antwort zu haben.
Nur so können wir – außerhalb des therapeutischen Settings mit PatientInnen – auch kollektive Prozesse in der Gesellschaft verstehen und begleiten.
In zwei Punkten stimme ich mit Frau Mann-Rentz überein: Ja, es gibt viele Anlässe für Angst, alle diese Anlässe können Thema in der Therapie sein. Aber ebenso kann es der Klimawandel sein. Daher sollten wir uns als BehandlerInnen auch mit unseren eigenen Emotionen und Einstellungen zur Klimakrise beschäftigen, diese reflektieren und so vorbereitet sein, um unbefangen auf unsere PatientInnen reagieren zu können, wenn sie es thematisieren.
Diese Krise ist eine Krise, die nicht nur einzelne unserer PatientInnen betreffen wird. Sie wird eine Krise sein, die unser aller Leben substanziell verändert.
Und das bedeutet auch, wie Frau Mann-Rentz andeutet, dass jede/jeder von uns das eigene klimarelevante Verhalten reflektieren sollte. Doch dazu steht nicht im Widerspruch, dass der bvvp diese Denkprozesse mit einem Hinweis auf die Psychologists/Psychotherapists 4 Future bei den eigenen Mitgliedern anstößt und anstoßen sollte.